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Teilhabeangebote für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen bedarfsgerecht gestalten


DVfR-Vorschläge zur Ausgestaltung der neurologischen Reha-Phase E


In Deutschland sind jährlich bis zu 70.000 Erwachsene mit erworbenen Hirnschädigungen auf weitergehende Leistungen der neurologischen Rehabilitation "Phase E" angewiesen, um ihre Teilhabe möglichst umfassend wiederherzustellen. Die speziellen Bedürfnisse dieser Personengruppe finden gegenwärtig im Gesundheitsversorgungssystem und im Rehabilitationssystem keine ausreichende Berücksichtigung. Insbesondere fehlen wohnortnahe komplexe Leistungsangebote zur umfassenden Förderung der Teilhabe und Inklusion, die nahtlos an die postakute stationäre Rehabilitation anknüpfen. Das vorhandene Leistungsangebot der Phase E ist bislang auf wenige Elemente der medizinisch-beruflichen Rehabilitation beschränkt. Wo entsprechende Leistungsangebote zum Beispiel durch spezialisierte Rehadienste prinzipiell vorhanden sind, werden diese seitens der Sozialversicherungsträger allenfalls in Einzelfällen finanziert.


Die DVfR sieht für Menschen mit erheblichen Schädigungen des ZNS die Notwendigkeit, vorhandene Angebote besser auf den speziellen Bedarf auszurichten, in der Phase E vernetzt bereitzustellen und weiter zu entwickeln. Die Gestaltung solcher Teilhabeleistungen erfordert neben hoher Fachkompetenz eine vernetzte Zusammenarbeit aller Akteure. Zentrale Aspekte zur Umgestaltung und Erweiterung der Phase E der Neuro-Rehabilitation hat die DVfR in einer Stellungnahme "Phase E der Neuro-Rehabilitation als Brücke zur Inklusion" veröffentlicht.


Das nun vorliegende Positionspapier "Phase E der Neuro-Rehabilitation als Brücke zur Inklusion" umfasst die ausführliche Expertise der beteiligten Experten. Darin werden die Vorschläge der kurz gefassten Stellungnahme der DVfR detailliert dargestellt und erläutert.


Die InReha GmbH - Partner für neue Ziele war in dem Expertengremium mit Anett Reimann, die auch Sprecherin der BAG Nachsorge erworbener Hirnschäden bei Kindern und Jugendlichen ist, und den Geschäftsführer Hendrik Persson vertreten. Da rund 40 Prozent der unfallverletzten Menschen, die wir in ihrer Rehabilitation unterstützen, eine erworbene Hirnschädigung haben, sehen wir den großen Bedarf und die Aufgabe, hier zu strukturellen Verbesserungen beizutragen.


Die Papiere sind unter www.dvfr.de (Stellungnahmen) veröffentlicht.


Wir freuen uns, wenn Sie diese Information an andere Interessierte weitergeben – und gerne auch auf Ihr Feedback.




 

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